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Die Geschichte von Eger

Eger wird häufig als historische Stadt erwähnt, aber viele wissen es gar nicht, wie weit ihre Geschichte wirklich zurückgeht. Die unmittelbare Umgebung der Innenstadt war bereits zu Urzeiten bewohnt, auf dem Gebiet der die Stadt umarmende Berge entdeckte man Funde aus der frühen Eisenzeit. In der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts besetzte das Gebiet die Generation nach den landnehmenden Ungarn.

Gründung der Stadt

Die Gründung von Eger ist István dem Heiligen zu verdanken, er machte sie zum Sitz einer bischöflichen Diözese. Danach entwickelte sich die Stadt schnell zum religiösen Zentrum, aber das hielt nicht lange an - 1241 brannten die Tataren die Stadt ab.  König Béla IV. erteilte 1248 das Erlaubnis für den Bau einer Steinburg, und die Stadt konnte sich wieder friedlich entwickeln: an Stelle der Wälder baute man Wein an, neue Häuser, Straßen wurden gebaut, auf der Burg wurde der auch heute noch zu sehende gotischer Bischofspalast aufgebaut.

Kampf gegen die Türken

Die Kämpfe gegen die Türken liefen schon seit vielen Jahren, als der Osmanischer Reich Buda besetzte, damit wurde das Land in drei Teile gerissen. Aus der Sicht von Eger ist das ein wichtiges Ereignis, da sie dann zu einer bedeutenden Grenzburg wurde. Wie später die Geschichte zeigte, wurde sie bedeutender, als man dachte.

Belagerung von Eger - 1552

Die türkische Belagerung von 1552 schrieb sich später als Triumph von Eger in die Geschichtsbücher hinein.  Der heldenhafte Hauptmann der Burg István Dobó widerstand mit seinen kaum mehr als 2000 Kämpfer der 38 Tage langanhaltenden Belagerung des 40.000 Personen zählenden türkischen Heeres. Die Handvoll Verteidiger besiegten am Ende die Soldaten des Osmanischen Reichs.  Der Erfolg der Verteidigung war auch aus praktischer Sicht bedeutend, als deren Folge wurden die weiteren türkischen Eroberungen für 44 Jahre verhindert. Den Triumph der Burg von Eger beschrieb der berühmte Bewohner von Eger, Géza Gárdonyi in seinem Roman „Sterne von Eger“. Der im Buch geschriebene Satz aus der Rede des Burghauptmanns István Dobó prägte sich wahrscheinlich bei vielen ein, die Burgverteidiger stellten uns damit ein ewig geltendes Beispiel: „Die Kraft der Wände liegt nicht im Stein, sondern in der Seele der Verteidiger“.

Unter türkischer Herrschaft

Ab 1596 war Eger Teil des Osmanischen Reichs als Zentrum eines Vilajets.  Obwohl sich damals nur wenige Bewohner über die türkische Unterdrückung freuten, sind wir heute dankbar für die Gebäude die als Andenken an die türkische Herrschaft erhalten blieben. Solche sind das Minarett, das Türkische Bad oder die Ruinen des Bades Valide Sultana, die im ganzen Jahr sowohl bei den Touristen als auch bei der heimischen Bevölkerung beliebt sind.

Die Stadt erholt sich

Währen der Rückeroberung der Burg im Jahr 1687 verschlechterte sich der Zustand der Burg erheblich. Die notwendige Folge war, dass das 18. Jahrhundert für Eger die Zeit der Entwicklung und des Wachstums war.  Während des Rákóczi-Freiheitskampfes wurde sie zum Hauptquartier des Fürsten Ferenc Rákóczi II. und Zentrum des befreiten Landesteils.

Das typische barocke Stadtbild ist in erster Linie den damaligen Bischöfen zu verdanken - damals wurde unter anderem auch das Gebäude des Lyzeums gebaut.  Die Bauarbeiten zogen viele Künstler in die Stadt und die Zahl der Bevölkerung wuchs rapide.

Jahrhundert der Katastrophen

Gleich im ersten Jahr des 19. Jahrhunderts wütete in der Innenstadt ein Feuerbrand, später brach ein Teil der Burgmauer zusammen, beide verursachten enorme Schäden in der Stadt. Wenige Jahrzehnte später brach ein neuer Feuerbrand aus, nicht viel später machte eine Choleraepidemie das Leben der Stadtbewohner schwer. 1878 wütete der über die Ufer getretene Eger-Bach in der Innenstadt und hinterließ Todesopfer und zusammengebrochene Häuser. In den 1800-er Jahren ereigneten sich aber auch gute Sachen, eine solche war der Bau der dem Hl. Michael und Hl. Johannes geweihten Kathedrale, bekannter als Basilika von Eger.

Eger - Stadt der Schulen und kulturelles Zentrum

Eger wurde im 20. Jahrhundert als Stadt der Schulen berühmt, am Anfang des Jahrhunderts wurde auch ein Theater gebaut. Ihre Anziehungskraft erhöhte sich durch die Gründung des Heilbades im Jahr 1933.  Die zwei Weltkriege haben aber auch die Stadt aufgewühlt, die Wiederherstellung der Wirtschaft und des Zustandes der Stadt dauerte Jahre. Ab den 1960-er Jahre baute man Wohnhäuser, Warenhäuser und für das Millenniumsjahr beendete man einen Schmuckstein der Stadt, die von Imre Makovecz entworfene Aladár Bitskey Schwimmhalle. 2008 wurde für die Freude vieler eines der größten Einkaufzentrum der Region, der Agria Park eröffnet.

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