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Geschichte der Burg von Eger.

Die Burg von Eger ist ein Bau von großer historische Bedeutung: 1552 schlug István Dobó das vom Wesir Achmed geführte Heer des Sultans mit 30-facher Übermacht zurück.

König Stephan der Heilige machte Eger zum Sitz von einen der zehn Bistümer. Die erste, zerstörte Kathedrale stand auf dem Burgberg, um diese wurde der historische Stadtkern gebaut. Der Legende nach beobachtete Stephan der Heilige vom Hügel „Königstuhl“ der Burg gegenüber persönlich den Bau der Kathedrale. Die Reste der Kathedrale kann man auf dem Gebiet der Burg auf der sog. „Rotunde“ anschauen.

Die Burg wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut, nach den Eroberungen der Tataren, als sie noch als Ritterburg fungierte.

István Dobó tritt auf die Bühne

István Dobó wurde 1548 zum Burghauptmann von Eger ernannt. Er war nicht nur ein ausgezeichneter Stratege, sondern auch ein Gutsherr. Von da an war es seine Aufgabe die Burg so stark und sicher für einen Angriff zu machen, wie nur möglich: er erhöhte die Anzahl der Wachen und der Kriegsgeräte. Die Nachwelt setzte ihm ein Denkmal mit dem Standbild auf dem Dobó-Platz.

Der Angriff erfolgte 1552, im September wurde die Grenzburg belagert: ein Monat lang beschossen die Kanonen die Wände. Am 28. September besetzten die Türken eine Bastei, mit dem Genie von Dobó gelang es den Verteidigern den Feind zurückzuschlagen. Lange Zeit ging in den Kreisen der Türken die Schreckensnachricht herum, dass die Ungarn während der Belagerung Stierblut tranken, dadurch gewannen sie übermenschliche Kräfte. Das Stierblut war eigentlich Rotwein, daher kommt die Bezeichnung von einem der berühmtesten Weins von Eger und Ungarns.

Die legendäre Schlacht zählt zu den größten Siegen von Ungarn, wobei auch die Frauen von Eger beispiellosen Heldenmut bewiesen. Das Gelände der Burg ist heute frei zu besuchen, beim Spazierengehen kann man sich den glorreichen Kampf der Vorfahren gegen das Osmanische Reich wachrufen, man kann sehen unter welchen Umständen die Helden von Eger die Grenzburg verteidigten.

Die Türkenherrschaft

Nach der Belagerung waren die Wände der Burg stark beschädigt. Der Wiederaufbau begann, die Anzahl der Soldaten wurde erhöht, die Versorgung verbessert. Obwohl die Burg in jeder Hinsicht besser als früher für den Rückschlag eines neuerlichen osmanischen Angriffs vorbereitet war, ist die Burg von Eger 1596 gefallen und es begann die 91 Jahre dauernde Türkenherrschaft. Eger bereicherte sich mit zahlreichen kulturellen Werten: Pascha Arnaut baute im 16. Jahrhundert ein Türkisches Bad auf das an Mineralien reiche Quellwasser, sowie die auch heute noch aufregende Sehenswürdigkeit der Stadt, das Minarett.  Während der Türkenherrschaft erweiterten und verstärkten die Türken die Burg. An der Stelle eines Basteivorsprungs legten die Türken der Legende nach einen Garten an, der der Rosengarten des Paschas von Eger war. In Wirklichkeit versah der Ort Schutzfunktionen. Die Burg wurde schließlich durch die vereinigten österreichischen-ungarischen Heere 1687 von den Türken zurückerobert.   

Mit dem heldenhaften Standhalten im Jahr 1552 entstand die Legende der Burg von Eger, zu Ehren dessen ertönt jeden Tag um 15:52 ein Kanonenschuss von der Burg, und diesen Triumph wird jedes Jahr Anfang August mit dem Volksfest auf der Grenzburg historischem Festival gefeiert.

Über die Geschichte der Burg von Eger kann eine spannende Ausstellung im Obergeschoss des Gotischen Bischofspalastes auf dem Gebiet der Burg angeschaut werden.

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